Mineralwasser – was ist wichtig?

Über 500 Sorten von Mineralwässern sind hierzulande bekannt

Wasser ist Leben. Ohne die regelmäßige Aufnahme von Wasser würde unser Körper innerhalb kürzester Zeit austrocknen und verdursten. Ein ausgeglichener Wasserhaushalt ist wesentlich für unsere Gesundheit. Doch welches Wasser nun das Beste ist, daran scheiden sich die Geister. Sehr beliebt als Durstlöscher aber auch zum Nebenher-Trinken ist Mineralwasser – über 500 verschiedene Sorten sind allein in Deutschland bekannt. Jeder Bundesbürger trinkt jährlich im Durchschnitt etwa 143 Liter davon. Mineralwasser ist jedoch nicht gleich Mineralwasser…

Mineralwasser – ein bedeutender Nährstofflieferant

Begriffliche Abgrenzung

Zunächst einmal ist Mineralwasser von anderen Wasserarten abzugrenzen. Manchmal wird es mit Tafelwasser verwechselt, das jedoch ein künstliches Produkt ist, bei dem verschiedene Mineralstoffe zugesetzt werden – oder auch nicht. Leitungswasser wird aufbereitet und darf – etwa im Falle einer Verunreinigung – mit chemischen Hilfsstoffen (z.B. Chlor in geringen Mengen) behandelt werden. Heilwasser wiederum ist durch seine besondere Zusammensetzung von Mineralstoffen ein Arnzeiprodukt und verfügt über eine heilende, vorbeugende bzw. lindernde Wirkung. Mineralwasser hingegen ist ein reines Naturprodukt, das aus unterirdischen Wasservorkommen stammt und am Quellort abgefüllt wird. Es ist ein amtlich anerkanntes Lebensmittel und wird regelmäßig von Behörden bzw. unabhängigen Laboren untersucht, um dem Verbraucher eine gleichbleibende Qualität zu garantieren.

Über 500 Sorten von Mineralwässern sind hierzulande bekannt

Jährlich trinken die Deutschen rund 143 Liter Mineralwasser pro Kopf
Foto: Snufkin / pixabay

Was ist das Besondere am Mineralwasser?

Wie schon erwähnt kann der Verbraucher beim Mineralwasser auf eine kontrollierte Qualität vertrauen. Außerdem ist es ein wichtiger Lieferant von lebensnotwendigen Nährstoffen und Mineralien. Je nach Zusammensetzung ist beispielsweise mal der Anteil von Kalzium, Kalium oder Magnesium höher. Wird das Mineralwasser zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet und/oder ist bei Ihnen aus gesundheitlichen Gründen eine salzarme Ernährung empfohlen, sollte der Natriumanteil nicht über 20 Milligramm pro Liter liegen (sog. natriumarmes Mineralwasser). Der Konsum von Mineralwasser kann also ein wichtiger Beitrag zu einer mineralstoffreichen, vollwertigen Ernährung sein.

Welche Sorte ist die passende?

Ob Sie zu stillem oder doch lieber zu kohlensäurehaltigen Mineralwässern greifen, ist Geschmackssache. Oft werden Mineralwässer mit Kohlensäure als bessere Durstlöscher an heißen Tagen empfunden; letztlich dient der Zusatz der Kohlensäure jedoch dazu, das Mineralwasser haltbarer zu machen. In der Regel liegt die Haltbarkeit bzw. das Mindesthaltbarkeitsdatum bei zwei Jahren, doch oft kann es auch noch danach bedenkenlos genossen werden.

Einen Blick sollten Sie auf jeden Fall auf die Nährstoffliste auf dem Flaschenetikett werfen, denn einige Mineralwässer (sowohl solche zu günstigen als auch zu teuren Preisen) haben sehr geringe Werte an Mineralien. Oft liegen dann die Werte beim Leitungswasser höher und es ist billiger, dieses zu konsumieren. Richtlinien zu sinnvollen Nährstoffzusammensetzungen erhalten Sie bei Verbraucherzentralen oder im Netz.

Die Qualität des Mineralwassers wird regelmäßig von unabhängigen Instituten kontrolliert

Mineralwasser liefert wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Kalium
Foto: Lupo / pixelio.de

Verunreinigung von Mineralwässern

Viele Mineralwässer werben mit ihrer natürlichen Reinheit, doch diese ist leider nicht immer gegeben. Bei einer Erhebung der Stiftung Warentest im Jahr 2014 wurden bei einem Drittel der getesteten Mineralwässer Abbauprodukte von Pestiziden (z.B. Nitrate) gefunden, welche durch die Versickerung im Boden auch durch die Gesteinsschichten hindurch ihren Weg in das Mineralwasser fanden. Allerdings waren die Mengen gesundheitlich unbedenklich.

Was ist besser: Mineralwasser aus Glas- oder aus Kunststoffflaschen?

Immer wieder wird berichtet, dass Mineralwasser aus PET-Flaschen gesundheitsgefährdend, gar krebserregend sei. Dies konnte aber bisher in keiner Studie nachgewiesen werden. Allerdings wurde im schon erwähnten Test von Stiftung Warentest bei einigen Mineralwässern aus Kunststoffflaschen der Stoff Acetaldehyd gefunden, der aus dem Kunststoff ins Wasser übergegangen war. Die Werte waren umso höher, je länger, wärmer und heller die Flaschen gelagert wurden. Acetaldehyd stellt allerdings kein gesundheitliches Risiko sondern in höheren Mengen ein geschmackliches Problem dar.

Aus ökologischen Gründen ist der Griff zur Glasflasche empfehlenswerter, da durch das Mehrwegsystem die Umwelt geschont wird, jedoch nimmt der Anteil der Einweg- und PET-Flaschen stetig zu. Ein Umdenken wäre in puncto Nachhaltigkeit zu begrüßen.

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